Freitag, 16. Juni 2017

Alle vier Schreibtypen sind für sich erfolgreich







Alle genannten Schreibtypen sind für sich erfolgreich. Wichtig ist, beim Schreiben Strategien anzuwenden, die zum eigenen inneren Schreiber passen. Wer seinen inneren Schreiber ein wenig kennt, kann besser entscheiden, welche Empfehlungen und Strategien auf dem Weg zum fertigen Text weiterhelfen und welche man für sich nutzen kann. Gleichwohl ist zu betonen, dass es über typenspezifische Aspekte hinaus natürlich auch Anforderungen beim Schreiben von Hausarbeiten gibt, die unabhängig vom Schreibtyp gültig sind.






Nie zu vernachlässigen sind Kriterien von Wissenschaftlichkeit, sprachliche Anforderungen, zentrale Fragestellungen. Gleiches gilt für den sogenannten roten Faden. Diese Kriterien müssen, auch wenn sie mühsam und anstrengend zu erfüllen sind, von allen Studierenden bewältigt werden. Wie man aber zu einer guten Struktur kommt, ein Thema eingrenzt oder beim Schreiben am besten vorgeht, lässt sich mittels Kenntnis des eigenen inneren Schreibers deutlich bewusster und gewinnbringender entscheiden als ohne dieses Wissen über sich selbst. Und die Fähigkeit, das eigene Schreiben aktiv voranzubringen und zu steuern, wird dann umso wichtiger, wenn es in Hausarbeiten darum gehen soll, nicht nur Erkenntnisse anderer Wissenschaftler zusammenzufassen und aneinanderzureihen, sondern bestehendes Wissen zu erweitern und ein Thema unter einer eigenen Perspektive zu diskutieren – kurz: eine eigene Stimme als Autorin und Autor wissenschaftlicher Arbeiten zu entwickeln.







Freilich ist nicht jede der Strategien immer gleich zielführend: Wenn in kurzer Zeit ein gut strukturierter Text geschrieben werden muss, dauert das Patchworkschreiben  zu lange oder führt das Drauflosschreiben nicht zügig genug zum Kern des Themas, vor allem für Schreibende mit wenig Routine. Daher ist es empfehlenswert, gelegentlich auch solche Strategien auszuprobieren, die einem anfangs widerstreben und auf den ersten Blick nicht ganz dem eigenen Schreibtyp entsprechen. Dadurch erweitert sich das eigene Schreib- oder Handlungsrepertoire und man kann so bei zukünftigen Schreibherausforderungen flexibeler reagieren.









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